Letzter MHNV-Info-Stammtisch für 2017

Die Bürgerinitiative „MHNV“ lädt für Dienstag (05. Dezember 2017) zu ihrem Offenen-Info-Stammtisch ein. Treffpunkt ist ab 19.30 Uhr die Gaststätte Mühlenbach, Breite Str. 26 in Alt-Marl.

Eines der Themen des Abends ist das vom Kreis Recklinghasuen jüngst erteilte umfangreiche Genehmigungspaket für den Standort der Rethmann-SARIA-Sarval im Landschaftsschutzgebiet Rennbach.

Ferner geht es um das erneute Verschwinden von Landschaftschutzschildern im Landschaftsschutzgebiet Rennbach und eine Aktion gegen wilde Müllkippen. 

Auch die Themen Klimaschutz und Radmobilität im Bereich der Landstraße L601 sind diesmal Thema. 


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Landschaftsschutz-Schild erneut verschwunden

2014 haben wir die Politiker in Marl um Unterstützung gebeten. Es ging um die „verschwundenen“ Landschaftsschutzschilder im Landschaftsschutzgebiet Rennbach.
Darauf entschied der Marler Rat einstimmig, dass der Kreis Recklinghausen die nicht mehr vorhandenen Schilder ersetzen soll. Das geschah dann auch. Durch unseren Einsatz wurden zwölf Schilder in Alt-Marl, Frentrop und in Polsum aufgestellt.
Am Hülsdauer Weg in Polsum ist aber das Landschaftsschutzschild vermutlich im Rahmen der Bauarbeiten für das Windrad der ELWEA (Tochter von Töchtern der Emschergenossenschaft in Essen) entfernt worden. Nachdem es auf unsere Anregung hin wieder provisorisch angebracht wurde, lag es Tage später im Straßengraben und ist nun ganz verschwunden. Wir haben die untere Landschaftsbehörde des Kreises Recklinghausen darüber informiert und hoffen, dass das Schild bald wieder aufgestellt wird. Denn gerade in diesem Bereich gibt es viele wilde Müllkippen. Der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl hat dankenswerter Weise nach Hinweisen von Bürgern mehrmals dort größere Mengen Müll aus Gräben und Waldstücken entfernt, was mit Kosten für die Marler Bevölkerung verbunden ist. Daher ist aus Sicht von MHNV es wichtig, das Schilder mit dem Hinweis auf den Landschaftsschutz zu ersetzen.

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MHNV fordert von SARIA-Sarval Aufklärung über neue Geruchsprobleme

Die Firma SARIA-Sarval hat uns geschrieben, dass die aktuellen Geruchsprobleme auf dem Firmengelände nicht von der Verarbeitung von Schweineborsten zurückgehen, wie wir vermutet haben. Wir haben das Unternehmen darum aufgefordert, die neue Geruchsquelle ausfindig zu machen, den Fehler abzustellen und uns auf dem Laufenden zu halten.
Hier unser Schreiben an den Betriebsleiter SARIA-Sarval:


Sehr geehrter Herr Deitert,

haben Sie vielen Dank für Ihre Mail. Sie nehmen Bezug auf unseren
Artikel auf der Internetseite www.mhnv.de
Dort berichten wir über die seit Mai 2017 wieder verstärkten
Geruchsbelästigungen und die steigende Anzahl der Beschwerden. Nie zuvor
-seit dem Geruchsgutachten- haben sich so viele Menschen aus der
Siedlung Riegefeld in Alt-Marl bei uns, dem Kreis Recklinghausen, der
Bezirksregierung Münster und dem Landesumweltamt über die widerlichen
Gerüche von Ihrem SARIA-Sarval-Betriebsgelände beschwert.

Mehrere Monate nach dem Geruchsgutachten gab es keine erheblichen
Geruchsbelästigungen von Ihrem Gelände mehr, doch die Belästigungen mit ekelhaften  Gerüchen und damit auch die Beschwerden darüber setzten im Mai 2017 wieder ein. Für uns ein klares Anzeigen dafür, dass irgendwas auf Ihrem Firmengelände passiert. Wenige
Tage darauf wurde mitgeteilt, dass in einer Testphase wieder die
Verarbeitung von Schweineborsten geprüft werden sollte, die sich in dem
verbindlichen Geruchsgutachten ja als problematisch erwiesen hatten und
deshalb laut Immissionsschutzbehörde des Kreises Recklinghausen an Ihrem
Standort Marl nicht mehr verarbeitet werden dürfen, um die Anwohner
nicht unzumutbar zu belästigen.

Wenn Schweineborsten aber nicht mehr verarbeitet werden, wie Sie nun
schreiben -sehr geehrter Herr Deitert-, muss es eine andere Quelle
geben. Wir fordern Sie auf, diese umgehend zu suchen, die Ursache für
die gehäuften starken Geruchsbelästigungen von Ihrem Betriebsgelände zu
ermitteln und das Problem abzustellen und bitten Sie, uns als
Anwohnerinitiative für Umweltschutz und Lebensqualität lückenlos über
Ihre Maßnahmen zu informieren.

Wir möchten im eigenen Interesse gerne Hinweise geben, damit die
Geruchsprobleme so schnell wie möglich abgestellt werden können und
wieder ein akzeptabler Zustand hergestellt wird, wie er nach dem
Geruchsgutachten viele Monate war. Solche Hinweise haben wir auch in der
Vergangenheit gegeben, wodurch zahlreiche Probleme entdeckt wurden, wie
ein übergelaufener Gärrestebehälter, Lecks in Rohren, undichte
Abluftsysteme, defekte Sicherheitsventile, fehlende Redundanz bei den
Sicherheitssystemen der Blockheizkraftwerke (BHKWs), etc.

Fragestellung: Was könnte die Ursache für die Geruchsprobleme auf dem
SARIA-Sarval-Betriebsgelände sein?

1. Könnte das in der vergangenen Woche angesprungene Sicherheitsventil,
dessen lautes Zischen kilometerweit zu hören war, einen Hinweis geben?
Einen entsprechenden Hinweis hatten wir den Behörden unmittelbar
gegeben.

2. Was ist mit der in Bau befindlichen Kläranlage? Gerade im
Kläranlagenbereich hatten Sie in den vergangenen Jahren mehrfach
Geruchsbelästigungen durch technische Störungen und menschliches
Versagen eingeräumt.

3. Wäre ein technischer Defekt am Entlüftungssystem denkbar, wie er vor
zwei Jahren nach unserem Hinweis entdeckt wurde?

4. Wie ist der Stand bei dem gigantischen Vorlagenbehälter an der
„Biogasanlage“, der gegen unseren Protest gebaut wurde? Gibt es hier
vielleicht eine Schwachstelle, die für die intensiven
Geruchsbelästigungen verantwortlich sein könnte?

5. Mehrfach war in den vergangenen Jahren aufgefallen, dass Fahrzeuge
mit geruchsintensiven Schlachtabfällen ohne Abdeckung fuhren. Auch die
Tore an den Hallen mit den Bunkern für Knochen, Knorpel, Blut, Fette und
andere geruchsintensive Abfälle aus Schlachtereien und Schlachthöfen
waren nicht immer geschlossen. Hat hier vielleicht das
„Unterdruckverfahren“ nicht funktioniert, das einen Geruchsaustritt
verhindern soll? Welche Materialien und in welcher Menge werden aktuell
täglich bei Ihnen in Marl angeliefert?

Vielen Dank für eine kurze Info, bis wann wir mit einer Antwort rechnen
können.

Mit freundlichen Grüßen

MHNV

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Deutlich mehr Beschwerden über SARIA-Sarval-Gestank im Riegefeld

Die Zahl der Beschwerden über Gestank vom SARIA-Sarval-Standort hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Allein gestern (Samstag, 19.08.1017) haben sich elf Bürger bei unserer Bürgerinitiative gemeldet.
Gestern hatte der Sprecher des Kreises Recklinghausen in der Marler Zeitung behauptet, es habe in den vergangenen Wochen nur wenige Beschwerden gegeben. Tatsache aber ist, dass die Geruchsbeschwerden seit der erneuten Verarbeitung von Schweineborsten deutlich zugenommen haben und vor allem in den letzten Tagen stark gestiegen ist.

MHNV-Vertreter haben sich im Riegefeld und Alt-Marl mehrfach persönlich davon überzeugt und in Riegefeld und Alt-Marl einen ekelhaften Gestank aus der Schlachtabfall-Verarbeitung bestätigt.

Der Kreis Recklinghausen hatte der Firma SARIA-SARVAL die Verarbeitung von Schweineborsten wieder gestattet, obwohl sie laut dem einjährigen verbindlichen Geruchsgutachten als Geruchsquelle identifiziert und SARIA eine Verarbeitung untersagt worden war.
Da wir davon ausgehen, dass sich wie in der Vergangenheit die meisten Leute über die Geruchsbelästigung nur ärgern, aber leider keine aktenkundige Beschwerde machen, dürfte die Dunkelziffer der Menschen, die sich belästigt fühlen, deutlich höher liegen.

Wir finden es unerträglich, wenn man das Gefühl haben muss, dass SARIA-SARVAL die Anwohner vor allem an Wochenende und in den Sommerferien als „Versuchskaninchen“ für Geruchsexperimente mißbraucht und das vom Kreis Recklinghausen gedeckt wird.
Das einjährige Geruchsgutachten galt als verbindlich und hat deutliche Geruchsverbesserungen für die Anwohner gebracht. Aktuell ist die Geruchssituation wieder ein Schritt in die Vergangenheit. Es stinkt an manchen Tagen wieder so wie vor dem Geruchsgutachten.  Wir werden den Kreis Recklinghausen zu einer Stellungnahme auffordern und verlangen, dass SARIA-SARVAL sich an die im Geruchsgutachten erzielten Erkenntnisse einhält, die eine deutliche Verbesserung gebracht hatte.

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Technische Störung bei SARIA löst lautes Zischen aus

Lautes Zischen war heute Morgen (15.08.2017) vom Saria Betriebsgelände an der Rennbahnstraße im Landschaftsschutzgebiet Rennbach zu hören.Mehrere Anwohner meldeten sich bei uns. Wir haben Saria und den Kreis Recklinghausen zu einer Stellungnahme aufgefordert.


Von SARIA-Sarval erhielten wir am Nachmittag folgende Stellungnahme:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie darüber informieren, dass heute Morgen gegen 8:30 Uhr das Sicherheitsventil am Dampfkessel der SARVAL-Verarbeitungsanlage ordnungsgemäß ausgelöst hat und ein lautes Zischen zu vernehmen war. Dabei ist Wasserdampf ausgetreten, der normalerweise im Verarbeitungsprozess eingesetzt wird.

Grund dafür war ein Kondensatableiter, der vergleichbar mit einem verstopfen Rohr nicht zu hundert Prozent funktioniert hat. Innerhalb von rund 15 Minuten ist ein Ersatzteil eingebaut und das Problem behoben worden.

Wir bitten die Störung zu entschuldigen. Da es sich lediglich um Wasserdampf gehandelt hat, bestand natürlich keine Gefahr für Mensch und Umwelt.
Mit freundlichen Grüßen

ppa. Gerhard Deitert
– Prokurist –


 

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Geruchsbelästigungen durch SARIA-Sarval nehmen wieder zu!

Seit mehreren Wochen nehmen die Beschwerden über ekelhafte Gerüche vom SARIA-Sarval-Betriebsgelände im Landschaftsschutzgbiet wieder zu. Mehrere Anwohner in Alt-Marl, Frentrop und Riegefeld klagen darüber, dass nach einer längeren Zeit mit deutlich weniger Gestank jetzt der Gestank wieder öfter in den Siedlungen wahrnehmbar sei.
Dass Änderungen in den Produktionsabläufe bei SARIA-Sarval vorgenommen sein mussten, bestätigte sich, als der Kreis Recklinghausen ankündigte, dass man einen zweiwöchigen Versuch starten werde um erneut die nach dem Geruchsgutachten verbotenen Schweineborsten erneut zu testen.

Inzwischen liegen uns Beschwerden von mehr als einem Dutzend Anwohner vor, die allein seit Anfang Juni  über Gestank vom SARIA-Sarval-Gelände klagen. Einige von ihnen haben von der zuständigen Immissionsschutzbehörde des Kreises Recklinighausen die Mail bekommen, dass die Behörde keine Betriebsstörungen bei SARIA-Sarval feststellen konnte.  Auf die Frage, warum nach dem Gutachten so lange Zeit kaum Geruchsbelästigungen auftraten und jetzt wieder gehäuft, wurde in dem Schreiben nicht beantwortet.

Wie aus den Schreiben der Bürger an unsere Anwohnerinitiative zu lesen ist, fühlen sich die Betroffenen vom Kreis Recklinghausen im Stich gelassen. Vor allem können Viele eines nicht verstehen:
warum wurde ein Jahr lang ein verbindliches Geruchsgutachten gemacht, das zu akzeptablen Lösungen und eine verbesserte Luftqualität geführt hat, wenn jetzt diese von anerkannten Gutachtern ermittelten Ergebnisse für SARIA-SARVAL nicht mehr bindend sind?
Dass der Kreis Recklinghausen nach einer zweiwöchigen Testphase nun diese Stoffe (Schweineborsten) in der Presse wieder für unbedenklich erklärt und zur Verarbeitung zulassen will, obwohl die Geruchsbelästigungen wieder zunehmen, ist für die Bürger inakzeptabel.

Eine Bürgerin schreibt: „Ich kann nicht verstehen, dass wir uns jahrelang für bessere Luft eingesetzt haben, das nach einer Studie auch nun einvernehmlich erreicht wurde und man jetzt wieder alles über den Haufen wirft.“
 
Sollten Sie eine Geruchsbeschwerde haben, sollte diese unbedingt dokumentiert werden. Bitte setzen Sie diese ab über Beschwerde@mhnv.de Dann erhalten sowohl Immissionsschutz des Kreises RE als auch wir als Anwohnerinitaitive diese Information. 
 
Sie können die Beschwerde auch direkt über unsere Internetseite absetzen: Geruchs-Beschwerde absetzen
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Geruchsbelästigungen von SARIA-SARVAL nehmen wieder zu

Mehrere Anwohner aus dem Riegefeld haben sich bei uns gemeldet und über ekelhaften Saria-Gestank geklagt. Wir haben uns gestern Abend persönlich davon überzeugt, dass SARIA-Sarval vom Betriebsgelände sehr unangenehme Gerüche abgesondert hat. Der Gestank war zwischen Leibl-Straße und Schachtstraße aufgrund des Winds sehr extrem. Auch in den vergangenen Tagen hatte es wieder verstärkt gestunken, jedoch wegen des Windes in nicht bebaute Bereiche kaum Beachtung gefunden.
 
Sollten Sie eine Geruchsbeschwerde haben, sollte diese unbedingt dokumentiert werden. Bitte setzen Sie diese ab über Beschwerde@mhnv.de Dann erhalten sowohl Immissionsschutz des Kreises RE als auch wir als Anwohnerinitaitive diese Information. 
 
Sie können die Beschwerde auch über unsere Internetseite absetzen: Geruchs-Beschwerde absetzen
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Erörterungstermin für Klärwassereinleitung in den Rennbach im Landschaftsschutzgebiet entfällt

Der Kreis Recklinghausen hat heute mitgeteilt, dass es keinen Erörterungstermin zur beantragten höheren Einleitung von geklärten Industrieabwässern in den Rennbach im Landschaftsschutzgebiet Rennbach geben wird. Es waren innerhalb der 14-tägigen Frist keine Einwände erhoben worden.

Link zur Bekanntmachung des Kreises Recklinghausen

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Stadtradeln für ein gutes Klima!

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MHNV – Anwohnerinitiative für Umweltschutz und Lebensqualität radelt mit für den Klimaschutz beim Stadtradeln 2017

Als Initaitive für Umweltschutz und Lebensqualität unterstützen wir das diesjährige Stadtradeln, an dem sich auch unsere Stadt Marl beteiligt.

Wir machen mit beim Team „Tour de Rennbach“.  Und wir freuen uns über alle, die sich dem Team anschließen und in den nächsten drei Wochen so oft wie möglich das Auto stehen lassen und dafür aufs Rad oder Pedelec steigen und uns ihre Kilometer melden. Denn jede ersetzte Autofahrt ist ein Gewinn für unser Klima!

Mit dem folgenden Link könnt Ihr Euch ganz einfach dem Team „Tour de Rennbach“ anschließen. Wir trainieren nicht für die Tour de France, sondern jeder Tritt in die Pedalen zählt für uns und unsere Stadt. Wir möchten nämlich zeigen, dass wir es in Marl ernst meinen mit dem Klimaschutz! Und wir wollen schließlich nicht, dass unsere Kommune bei diesem Wettbewerb ganz hinten landet. Also:

Hier ganz einfach für unsere Umwelt und Lebensqualität mitradeln!

Allgemeine Infos zum Stadtradeln gibts hier

Infos der Stadt Marl zum Stadtradeln

 

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Offener Brief an Landrat und Untere Immissionsschutzbehörde des Kreises RE

In Reaktion auf die Ankündigung neuer Geruchsexperimente bei SARIA haben wir den Landrat des Kreises Recklinghausen und den Leiter seiner Unteren Immissionsschutzbehörde angeschrieben und eine Stellungnahme gefordert.

Hier unser Wortlaut:


 

Sehr geehrter Herr Landrat Süberkrüb,
sehr geehrter Herr Görß,

die Firma SARIA hat uns am Freitag (12.5.2017) eine Pressemitteilung des Kreises Reckinghausen gemailt, in der es um eine erneute Testphase geht, die der Kreis wohl genehmigt haben soll. Das irritiert die betroffenen Anwohner in Alt-Marl und Marl-Frentrop.

Wir finden es inakzeptabel, dass Sie uns nicht im Vorfeld über neue Geruchsexperimente bei der Firma SARIA informieren. Wir haben mehrereJahre immer wieder kritisiert, dass Sie als Kreisbehörde noch bürgerfreundlicher und enger kommunizieren sollten um behördliche Vorgänge transparent zu gestalten, erst recht, wenn Menschen in ihrem direkten Lebensumfeld davon betroffen sind.

Wir haben uns über mehrere Jahre eng, auch an „runden Tischen“ über die Sitaution in unserem Wohnumfeld mit Ihnen und der Firma SARIA ausgetauscht. Das war aus unserer Sicht nicht immer optimal, jedoch fand wenigstens eine Kommunikation statt, die unsere Anwohnerinteressen einbezog.
Nun schickt uns die Firma SARIA kurzfristig eine Pressemitteilung des Kreises Recklinighausen, dass nun im Livebetrieb getestet werden soll, ob die bislang für den Gestank in hohem Maße mitverantwortlichen Schweineborsten wieder verarbeitet werden können.
Warum schließen Sie uns jetzt von Plänen aus, die unsere Lebensqualitätbetreffen?
Wo bleibt denn die Verlässlichkeit, die wir von einer Behörde erwarten?

Wozu haben Sie denn überhaupt ein Jahr lang eine Langzeitstudie machen lassen, an der sich das Unternehmen messen lassen wollte?

Zumal die Studienergebnisse ja anerkannt sind und das alles nach langem Herumexperimentieren für uns endlich eine akzeptable Geruchssituation gebracht hat?

Warum machen Sie denn jetzt wieder einen Schritt zurück und starten mal wieder eine Experimentierphase, die doch längst abgeschlossen sein sollte?

Wir fordern Sie auf, keine zusätzlichen Stoffe mehr zu verarbeiten, die das Geruchsgutachten mißachten und keine Experimente für eine Kapazitätsausweitung zu dulden.
Wir erwarten zudem eine Erklärung für die von uns angesprochenen Aspekte.

Bitte teilen Sie uns kurz mit, bis wann wir mit einer Anwort rechen können.


Mit freundlichen Grüssen

„MHNV“ – Anwohnerinitiative für Umweltschutz und Lebensqualität in Marl

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